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Frau im Bett

Nebennierenschwäche 
(Adrenal Fatigue)
Mythos oder Realität?

Wichtiger Hinweis und Haftungsausschluss
Die hier dargestellten Informationen dienen lediglich zur Information und Aufklärung und stellen keine therapeutische Empfehlung oder eine medizinische Diagnose dar. Änderungen einer Therapie sind mit dem behandelnden Arzt oder Therapeuten zu besprechen. Viele der genannten Symptome können auf ernste Erkrankungen hindeuten und bedürfen immer der Untersuchung durch einen Arzt oder Psychotherapeuten. Im Zweifelsfall holen Sie bitte immer ärztlichen Rat ein. 
Die im Folgenden beschriebene Nebennierenschwäche (Adrenal Fatigue) ist KEINE schulmedizinisch anerkannte Diagnose. Sie ist nicht gleichzusetzen mit der ärztlich diagnostizierten Nebenniereninsuffizienz (Morbus Addison). Unsere energetische Hilfestellung dient der Wiederherstellung und Harmonisierung der körpereigenen Energiefelder und stellt keine Heilbehandlung dar. In der Bioresonanz- Praxis betrachten wir die HPA-Achse jedoch als wichtiges Regulationssystem, dessen Störung oft mit unspezifischen Beschwerden einhergeht.

Hypothalamus- Hypophysen- Nebennieren- Achse

Quelle:
Campos-Rodríguez R, Godínez-Victoria M, Abarca-Rojano E, Pacheco-Yépez J, Reyna-Garfias H, Barbosa-Cabrera RE, Drago-Serrano ME (2013) Stress modulates intestinal secretory immunoglobulin A. Front. Integr. Neurosci. 7:86. /Lizenz:CC BY 3.0
https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/

Bearbeitet und angepasst unter Verwendung von KI-Retusche. 

Wenn die Energie fehlt

Fühlen Sie sich ständig müde, ausgelaugt, mit den Nerven am Ende und scheint es so, als würden Sie zu ihrem ursprünglichen Energiezustand nicht wieder zurückfinden? Schwanken ihre Energie und Aufmerksamkeit im Tagesverlauf sehr stark? Fällt es ihnen zunehmend schwerer, die alltäglichen Herausforderungen zu meistern und fühlen Sie sich schnell überfordert? Haben Sie diesbezüglich schon vieles ausprobiert und Therapeuten konsultiert, die ihnen keine Erklärung für ihr Problem bieten konnten? Da diese Problematik in unserer schnelllebigen Zeit immens zugenommen hat, lohnt es sich, die Aufgabe unserer Nebennieren näher zu beleuchten. 
 

Zuerst gilt es festzuhalten, dass es sich bei der Nebennierenschwäche nicht um eine klassische medizinische Diagnose handelt, die einwandfrei feststellbar ist. Sie ist nicht gleichzusetzen mit der schulmedizinisch anerkannten Diagnose der Nebenniereninsuffizienz (Unterfunktion der Nebennieren). 

Da es sich um eine nicht schulmedizinisch anerkannte Funktionsstörung handelt, sind die Informationen oft widersprüchlich. Dies verleitet Betroffene häufig dazu, Ratschlägen zu folgen, die für ihren Gesundheitszustand auf längere Sicht negative Auswirkungen haben. 

Die Funktion der Nebennieren und das Kernproblem - Die Hypothalamus- Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA)

Die Nebennieren sind zwei mandelgroße Drüsen, die direkt über den Nieren sitzen. Sie bestehen aus der äußeren Nebennierenrinde (produziert Steroidhormone wie Kortisol, Aldosteron, DHEA) und dem inneren Nebennierenmark (schüttet Katecholamine wie Adrenalin und Noradrenalin aus). Diese Hormone sind unerlässlich für homöostatische Funktionen wie den Elektrolythaushalt, den Zucker-, Fett- und Eiweißstoffwechsel sowie die Regulation der Sexualhormone. Diese Hormone sind lebenswichtig. Ihre Aufgabe ist es auch, in Notfällen kurzfristig Energie bereitzustellen. 

Die Nebennierenrinde schüttet ihre Hormone in einem klaren Tagesrhythmus aus: Die höchsten Kortisolmengen werden morgens (zwischen 4 und 8 Uhr) benötigt, um uns wach zu machen, während die geringsten Mengen nachts (zwischen Mitternacht und 3 Uhr) abgesondert werden. Eine Störung dieser Rhythmik im Tagesverlauf kann auf eine Funktionsstörung der Nebennieren bzw. der HPA-Achse hindeuten. 

Der Hypothalamus ist die hormonelle "Kommandozentrale". Er sendet Botschaften an die Hypophyse und dann an die Nebennieren. Er sendet diese Signale an die Hypophyse, um verschiedene Organe zu steuern, darunter Leber, Schilddrüse, Brustdrüsen, Eierstöcke und Nebennieren. Die HPA- Achse steuert unsere Reaktion auf Stressoren und ist von zentraler Bedeutung für das Immunsystem, die Verdauung, den Energieverbrauch und die psychische Stabilität

Gesunde Nebennieren arbeiten wie auf Befehl, sie produzieren dann je nach Situation und Stresslage exakt die benötigte Menge an Hormonen. Ein gesunder Körper sorgt also über die HPA- Achse und das sympathische Nervensystem für eine gute Anpassung an fordernde Lebenslagen - aber nicht nur bei fordernden Aufgaben, sondern auch bei alltäglichen Dingen ist die richtige Menge an Stresshormonen zur richtigen Zeit bedeutsam. "Erschöpfte" Nebennieren produzieren hingegen zu wenig oder zu viel Hormone, die der jeweiligen Stresslage nicht angemessen sind. Dies äußert sich in extremen Schwankungen, welche die für die Nebennierenschwäche charakteristischen Symptome verantwortlich sind. Die dauerhafte Reizüberflutung in unserer schnelllebigen Welt macht diese Symptomatik immer häufiger. 

Die Schlüsselhormone der Nebennieren und ihre Wirkungen (verkürzt)
(Glucocorticoide, Mineralocorticoide und Adrenalin)

Kortisol (Stress- und Überlebenshormon)

  • Kortisol ist das wichtigste Glucocorticoid. Es reguliert unter anderem den Blutzuckerspiegel, die Erhöhung des Körperfetts, die Verteidigung gegen Infektionen, wirkt entzündungshemmend und ist zentral für die Stressanpassung.

  • Die Regulation des Blutzuckerspiegels ist eine der Hauptaufgaben des Kortisols. Die Aufrechterhaltung des Blutzuckerspiegels in Belastungssituationen ist vor allem für die Gehirnfunktionen wichtig, die ohne Glukose nicht ausgeführt werden können. 

  • Glukocorticoide werden in der Leber enzymatisch inaktiviert, konjugiert und zum Großteil über den Harn entfernt. Chronisch erhöhte Kortisolspiegel können also die Leber sehr fordern, und umgekehrt wirkt sich eine überlastete Leber negativ auf die Nebennieren aus. (Weitere Informationen beim Artikel über die Leber)

  • Im Hungerzustand etwa stellt Kortisol die Energieversorgung sicher. Es fördert die Lipolyse und Glukoneogenese, wobei es Aminosäuren aus den Proteinspeichern (Muskeln und Bindegewebe) zur Glukoseneubildung mobilisiert, was zu Muskelschwund (Proteolyse) führt. Gleichzeitig werden die meisten Immunreaktionen in ihrer Intensität gedämpft. Der Blutzuckerspiegel steigt, während Glukosetoleranz und Insulinempfindlichkeit reduziert sind.

  • Es reduziert die Bildung von Immunzellen und hemmt den Eintritt der Lymphozyten vom Blut ins Gewebe. 

  • Es schützt den Organismus vor allzu starker Aktivierung von Entzündungsmechanismen, wirkt also entzündungshemmend und immunsuppressiv. Immunantworten sind potenziell gewebeschädigend. 

  • Folgen der Dysregulation: Hohe Spiegel ziehen Ressourcen vom Immunsystem ab, was die Abwehrvorgänge dämpft und die Insulinresistenz fördert. Chronisch erhöhte Kortisolspiegel können zu einer erheblichen Nährstoffverarmung (u.a. Glutamin für die Darmschleimhaut) führen, die Immunabwehr schwächen und Entgiftungsprozesse in der Leber hemmen. Kortisol übt auf den Darm einen trophischen (gewebenährenden) Effekt aus. Bei Kortisolmangel hingegen degeneriert die Mukosa (Schleimhaut), die Peristaltik - also die Bewegungen der Darmmuskulatur - nimmt ab. Chronisch erhöhte Kortisolspiegel hemmen die Neubildung von Knochensubstanz. Das reproduktive Verhalten wird bei Stresssituationen ebenfalls durch Kortisol gehemmt, weil Energie vom Fortpflanzungssystem abgezogen wird. 

Aldosteron (Das "Elektrolythormon")

  • Aldosteron ist der wichtigste Vertreter der Mineralocorticoide und unterstützt die Regulierung von Blutvolumen, Blutdruck sowie dem Natrium- Kaliumspiegel. Das Fehlen von Aldosteron ist lebensbedrohlich. 

  • Es fördert die Rückgewinnung von Kochsalz in Niere, Schweiß- und Speicheldrüsen, Dickdarm und Lunge. Es hält das extrazelluläre Volumen aufrecht und stabilisiert den Kreislauf. Weiters fördert Aldosteron die Ausscheidung von Kalium. 

  • Folgen des Mangels: Ein Mangel an Aldosteron (oft in späteren Stadien der Nebennierenschwäche) führt zum Verlust von Natrium- Ionen, was sich in einem starken Verlangen nach salzhaltiger Nahrung äußert. 

DHEA (Das Reparatur- und Aufbauhormon)

  • DHEA ist ein Androgen, das den Körper vor den negativen Auswirkungen von Kortisol schützt und als anaboles Steroid gewebeaufbauend wirkt. Das Problem des "Pregnenolon-Diebstahls": In chronischen Stresssituationen verlagert der Körper die Hormonproduktion von DHEA, Progesteron und Aldosteron weg, um Kortisol Priorität zu geben. Dies behindert die Reparaturmechanismen des Körpers und führt zu einem Absinken des DHEA-Spiegels, was oft mit chronischer Erschöpfung und verminderter Lebensqualität in Verbindung gebracht wird. 

Adrenalin (Das Alarmhormon)

  • Adrenalin dient der ergotropen, also leistungssteigernden, Reaktionslage ("Fight or Flight", Sympathikotonie) und führt zu folgenden Reaktionen: 

  • Es steigert den Blutzuckerspiegel, regt die Herzfunktion an und sorgt für eine Umverteilung des Blutes zur optimalen Versorgung des Gehirns. (Verringerung der Hautdurchblutung, insbesondere Hände und Füße) Dadurch hat das Gehirn ausreichend Sauerstoff für eine drohende Gefahr. 

  • Im Magen-Darmbereich hemmt Adrenalin die Peristaltik

  • Folgen von Mangel/Überschuss: Durch ständige Erregung kann der Adrenalinvorrat erschöpfen, was zu Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit und Appetitlosigkeit führt. Betroffene sind verzagt und neigen sehr leicht zu Nervenzusammenbrüchen. Sie äußern Lebensüberdruss. Ein Überschuss an Adrenalin kann Kopfschmerzen, Herzrasen und plötzliche Schweißausbrüche bewirken. 

Ist der Organismus gut genährt, mit Flüssigkeit und Salz (vor allem natürlich vorkommende Salze in Lebensmitteln) versorgt und sind die sonstigen homöostatischen Regelmechanismen des Körpers nicht durch Belastungen wie Trauma, Substratmangel, Stress oder Infektionen beeinträchtigt, genügen die Funktionen der sonstigen Regelmechanismen zur Aufrechterhaltung normaler Werte. Die Nebennieren werden dann nicht übermäßig beansprucht. Bei außergewöhnlichen Belastungen erhöhen die Kortikosteroide der Nebenniere die Überlebenschancen des Organismus, insbesondere bei Störungen im Elektrolythaushalt, Unterzuckerung, Infektionen und Traumen. Das besonders tückische daran ist, dass es uns sehr lange nicht auffällt, wenn wir nur mehr auf "Notstrom" laufen. 

Anzeichen der Nebennierenschwäche und Abgrenzung 

Wenn "Ausgebranntsein" zum Alltag wird - Erschöpfung und Tagesverlauf

Es braucht eine lange Phase extremer Überlastung der Nebennieren, bis sich deutliche Beschwerden bemerkbar machen. Ist dieser Zustand noch nicht erreicht, verspüren Betroffene keine oder nur leichte Beschwerden, die oft nicht ernst genommen werden. Sind die Nebennieren schlussendlich sehr ausgelaugt und die HPA-Achse fehlreguliert, treten folgende Beschwerden auf:

  • Untypische Müdigkeit: Extreme Erschöpfung nach einem normalen Arbeitstag mit Schwierigkeiten, morgens aufzustehen. (Kortisol und andere Stresshormone werden dafür benötigt, fehlen aber). Charakteristisch ist die umgekehrte Energieverteilung: Das Gefühl der Überforderung am Tag, aber Energieeinbruch am Vormittag und plötzliche Energiegeladenheit am Abend. Die geschwächten Nebennieren halten ihre Hormonreserven während des Tages für einen Notfall zurück und schütten sie abends wieder aus. 

  • Starkes Verlangen nach Stimulanzien (Kaffee, grüner/schwarzer Tee, Nikotin, zuckerhaltige Snacks) zur Kompensation des Energiemangels. 

  • Gefühl der Überforderung: Eine Bewältigung des Alltags ist nur mit vermehrter Anstrengung möglich, das gewöhnliche Leben fühlt sich "schwerer" an als normal. Die Lebensfreude ist kaum mehr vorhanden. 

  • Körperliche und Stoffwechsel-Beschwerden: Salzverlangen (Elektrolytmangel) und Schwindelgefühl beim Aufstehen deuten auf eine Beteiligung der Mineralcorticoide hin. Probleme mit dem Blutzuckerspiegel (nicht im Blutbild ersichtlich, da kompensiert wird) sind ein sich verstärkender Kreislauf: Blutzuckerschwankungen triggern die Nebennieren; im Gegenzug fördert chronisch ausgeschüttetes Kortisol die Insulinresistenz. Weitere Anzeichen sind: Haarausfall, niedriger Blutdruck, extreme Durstgefühle und häufiges Wasserlassen und Gewichtszunahme in der Bauch/Hüftregion. (Dies deutet zusätzlich auf ein Leberproblem hin) 

  • Kognition und Emotion: Betroffene leiden oft unter vernebeltem Denken (Benommenheit), Konzentrations- und Gedächtnisproblemen, schlechtem Fokus sowie Entscheidungsunfähigkeit. Sie haben Schwierigkeiten, Aufgaben zu erledigen, die früher einfach geschafft werden konnten und sind schnell frustriert. Die Stresstoleranz sinkt bei vielen Betroffenen dramatisch, was zu Anpassungsverhalten und Vermeidungsverhalten führt. Die Dysregulation von Kortisol führt dazu, dass der Erregungszustand des Sympathikus länger anhält. Dies macht Betroffene empfindlicher auf Adrenalinwirkungen, was Angstzustände, Ungeduld und längere Erholungsphasen nach Stress auslöst. (Kortisol wird zwingend benötigt, um die Stressreaktion zu beenden)

  • Verminderte Libido bei Frauen: A.William spricht bei Frauen von einem Mechanismus, der dafür sorgt, dass der Körper bei starker Nebennierenschwäche eine Schwangerschaft vermeiden will, da die Geburt eines Kindes viel Adrenalin und andere Stresshormone erfordert.

  • Verschwommenes Sehen und Schwierigkeiten, Dinge mit den Augen zu fokussieren

  • Traumlosigkeit: Nach A. William werden selbst in unseren Träumen geringe Mengen an Stresshormonen benötigt. In extremen Fällen der Nebennierenschwäche erinnern sich Betroffene nicht mehr an ihre Träume. 

Abgrenzung zur "neurologischen Erschöpfung"

Zu unterscheiden ist die reine Nebennierenschwäche von der Neurologischen Erschöpfung, die von einem entzündeten Zentralnervensystem ausgeht - so eine gängige Hypothese. (oft durch Viren, Schwermetalle, Traumata oder eine Kombination) Oft tritt diese extreme Form der neurologischen Erschöpfung auch gemeinsam mit einer Nebennierenschwäche auf - in diesem Fall ist die chronische Erschöpfung/Energielosigkeit um ein vielfaches stärker ausgeprägt. Eine Person kann aufgrund von neurologischer Erschöpfung bettlägerig sein, obwohl ihre Nebennieren im besseren Zustand sind als die eines Leistungsmenschen, der sich bis zum äußersten antreibt. In diesen Fällen sind die Nebennieren nur für einen sehr kleinen Teil der Symptome verantwortlich, können aber durch die zusätzlichen Stresshormone bzw. deren Fehlen die neurologische Erschöpfung weiter belasten und die Behandlung erschweren. 

Manchmal tritt eine andauernde, schwere chronische Erschöpfung sehr schnell ein, innerhalb eines oder mehreren Tagen. In vielen Fällen sind die Betroffenen unfähig, ihren Alltag zu bestreiten. Dafür sind in der Regel nicht die Nebennieren verantwortlich, denn so schnell werden diese nicht schwach. Dennoch sind die Symptome der Nebennierenschwäche sehr real und ihnen sollte mit geeigneten Maßnahmen entgegengewirkt werden. 

Entstehung, Vermeidung und ganzheitliche Unterstützung bei Nebennierenschwäche

Auslöser verstehen

Eine Kampf- oder Flucht- Reaktion (engl. "fight or flight") im Körper wird durch diverse Faktoren ausgelöst, die weit über emotionalen Stress hinausgehen, wobei dieser ebenfalls eine erhebliche Rolle spielt. Faktoren, die eine Kampf- oder Fluchtreaktion auslösen, sind u.a.:

  • Gefühl der Hilflosigkeit und Bewegungsunfähigkeit

  • Neue und unvorhersehbare Situationen, die unser Ego bedrohen sowie das Gefühl von Kontrollverlust. ("In der Falle sitzen") Besonders finanzieller Stress wirkt existenzbedrohend und reizt das Nervensystem 

  • Schock, Trauma, Kopfverletzungen

  • chronische Infektionen, Entzündungen

  • Hypoglykämie (Unterzuckerung)

  • Eine überlastete Leber, die keine ausreichenden Glykogenreserven hat

  • Stoffwechselstörungen

  • Schlafstörungen (verhindern Reparatur durch Wachstumshormon-Freisetzung

Was bei Stress passiert

Der Hyothalamus ist der Stress-Sensor des Gehirns, der bei einer Gefahrensituation die Ausschüttung bestimmter Hormone veranlasst. Über den Sympathikus kommt es zur Aktivierung der Kampf- oder Fluchtreaktion, woraufhin das Nebennierenmarkt Noradrenalin und Adrenalin und die Nebennierenrinde Kortisol und Aldosteron bildet. 

Adrenalin verengt die Blutgefäße und erhöht den Blutdruck, damit das Gehirn ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Kortisol wirkt entzündungshemmend und verhindert eine Schädigung aufgrund von Entzündungen durch Substanzen, die bei Stress freigesetzt werden. (Deswegen sind stabile Nebennieren für eine ganzheitliche Entgiftung besonders wichtig, da sonst Gewebeschäden entstehen können). 

Kortisol erhöht den Blutzuckerspiegel über die Gluconeogenese in der Leber und erzeugt eine Insulinresistenz, damit wir den erhöhten Energiebedarf decken können. Durch Insulinresistenz steht uns (kurzfristig) mehr Glukose und damit mehr Energie zur Verfügung. 

Aldosteron reguliert die Flüssigkeitsmenge im Körper, welche sich auf den Blutdruck auswirkt. Je höher der Aldosteronspiegel, desto mehr Natrium und Wasser wird zurückgehalten und ein Absinken des Blutdrucks verhindert. Aufgrund dieser Reaktion kann Flüssigkeitsmangel entstehen. Betroffene haben mehr Durst und ein Verlangen nach salzhaltiger Nahrung, um den Elektrolytmangel auszugleichen. 

Chronischer Stress

In stressigen Situationen verlagert der Körper die Hormonproduktion von Progesteron/Aldosteron und DHEA/Östrogen/Testosteron weg und bevorzugt die Bildung von Kortisol. ("Pregnenolon-Diebstahl) Das Pregnenolon, welches eigentlich für die Bildung von DHEA und Progesteron vorgesehen ist, wird nun zur Kortisolproduktion verwendet. Das erhöht bei einem bedrohlichen Zustand die Überlebensschance. Dies ist aber nur als Notfunktion gedacht und nicht als Dauerzustand.

Chronische Stresssituationen mit unzureichenden Entspannungsphasen können zur Daueraktivierung der Stressantwort führen. Der Körper arbeitet dann besonders hart, um die Kortisolproduktion aufrechtzuerhalten und stoppt dafür die Bildung anderer Nebennierenhormone. 

Die chronische Ausschüttung  von Kortisol führt zu erheblicher Nährstoffverarmung mit negativen Effekten für unseren Organismus. Um den Blutzuckerspiegel zu erhöhen, setzt Kortisol Aminosäuren aus den Muskeln frei, darunter auch Glutamin, welches für eine intakte Darmschleimhaut wichtig ist. Das Immunsystem wird geschwächt und die Infektanfälligkeit erhöht, es kommt zu Abbau von Knochengewebe und zu Störungen der Entgiftungsprozesse durch Hemmung der Leberfunktion. 

Durch das fehlende Kortisol wird der Erregungszustand des Sympathikus ungenügend unterdrückt, was Betroffene empfindlicher auf die Wirkungen von Adrenalin macht. Sie brauchen nach einem stressigen Ereignis viel länger, um sich zu entspannen, weil der Abbau von Adrenalin langsamer vonstatten geht. Angstzustände und Atemprobleme können auftreten. 

Chronische Entzündungen durch Umweltgifte, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Schaderreger erhöhen ebenfalls die Kortisolwerte. 

Blutzuckerschwankungen

Ist die Leber mit Umweltgiften, Schaderregern oder Stresshormonen beschäftigt, hat es der Körper umso schwerer, den Blutzuckerspiegel aufrecht zu erhalten. Sie verliert ihre Glykogenreserven und es kommt zur Unterzuckerung. Probleme mit dem Blutzuckerspiegel lösen eine Reaktion der Nebennieren aus, die bei Absinken des Blutzuckers mit Hormonausschüttung reagieren. Umgekehrt kann langanhaltender Stress eine gestörte Kohlenhydrattoleranz und somit Blutzuckerschwankungen verursachen. Das ist ein Kreislauf, der nicht leicht zu durchbrechen ist, wenn die richtigen Informationen fehlen. Dazu kommt, dass die Ausschüttung von Stresshormonen bei manchen Betroffenen den Appetit unterdrückt und sie oft weniger (und dann das Falsche) essen, als ihr Körper benötigt und somit die Ausschüttung von Stresshormonen nicht gestoppt wird. 

Einige Quellen empfehlen bezüglich der Nebennieren eine eher kohlenhydratarme Ernährung (wobei natürlich mehr Fette und Proteine konsumiert werden) in der Annahme, so den Blutzuckerspiegel am besten konstant halten zu können. Das bringt den Betroffenen oftmals nur kurzfristige Besserungen, die vor allem durch die Vermeidung von wenig förderlichen Lebensmitteln und durch eine gesteigerte Hormonausschüttung entstehen, führt aber langfristig zu einer Verschlimmerung der Nebennierenschwäche. Die Blutzuckerschwankungen und die gestörte Kohlenhydrattoleranz sind aber nur Hinweise, dass etwas nicht in Ordnung ist, sie sind nicht die Ursache der Nebennierenschwäche - diese kann nicht durch den eingeschränkten Konsum von Kohlenhydraten beseitigt werden - im Gegenteil, die Zufuhr von gut verfügbarer Glukose aus Kohlenhydraten und Elektrolyten aus hochwertigen Quellen ist essenziell, um die Stressantwort des Körpers zu beenden und die Nebennieren langfristig zu stabilisieren. 

Stadien der Nebennierenschwäche

  • ​Alarmreaktion (akuter Stress): In der ursprünglichen Stresssituation signalisiert der Hypothalamus der Hypophyse, ACTH auszuschütten, was wiederum den Nebennieren signalisiert, Stresshormone freizusetzen. Wenn die Schockphase vorbei ist, erholt sich der Körper innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Während dieser Zeit wird weniger Kortisol ausgeschüttet und der Körper reagiert empfindlicher auf Stress. Man fühlt sich lustlos und hat das starke Bedürfnis nach Rückzug und Ruhe. Hat sich der Körper erholt und dauert die Stressreiche Phase weiter an, geht er in die Widerstandsphase, die in Extremfällen viele Jahre andauern kann. 

  • Widerstandsphase: Der Körper reagiert weiter auf einen Stressauslöser, lange nachdem die Auswirkungen der ursprünglichen Reaktion vorbei sind. Das Hormon Kortisol ist zum größten Teil für diese Phase verantwortlich. Es regt die Neubildung von Glukose an durch die Umwandlung von Fetten, Proteinen und Kohlenhydraten. Auf diese Weise hat der Körper selbst dann genug Kraft, nachdem die Glukosespeicher in der Leber aufgebraucht sind. Diese Widerstandsreaktion versorgt uns mit ausreichend Energie, damit wir mit dem Stress fertig werden, eine emotionale Krise bewältigen und Infektionen abwehren können. Dauert diese Phase jedoch zu lange an, werden die Körpersysteme schwach und eine Erschöpfungsphase tritt ein. Die Widerstandsphase kann jahrelang andauern, je nach individueller Konstitution ist es unterschiedlich, wie lange jemand in der Widerstandsphase verharren kann. 

  • Erschöpfungsphase: In dieser Phase kommt es zu einem Zusammenbruch verschiedener Körpersysteme. Hauptursache für die Erschöpfung und die Reizbarkeit sind der Verlust von Natrium- Ionen (wenig Aldosteron) und der Rückgang bzw. die unregelmäßige Ausschüttung von Glucocorticoiden, darunter Kortisol. Die Körperzellen funktionieren nicht mehr optimal, weil sie von einer ausreichenden Glukosemenge und dem richtigen Verhältnis von Elektrolyten abhängig sind. Der Körper wird immer ausgelaugter. Stehen wieder genug Energie und Elektrolyte zur Verfügung, muss die beschädigte Zelle repariert werden, was wiederum eine Menge Energie verzehrt. Dieser Prozess findet in einem Zustand statt, in dem sich der Körper verzweifelt bemüht, genug Energie bereitzustellen, um eine gewisse Homöostase aufrechtzuerhalten. 

Unterstützung der Nebennieren

  • Lebensstil: Der wichtigste Schritt ist die Reduzierung extremer physischer und psychischer Belastungen und die Schaffung von Entspannungsphasen, soweit möglich. Dieser Schritt ist sehr individuell. Idealerweise lernt man, das aufkommen negativer Emotionen widerstandslos anzunehmen, anstatt sie zu unterdrücken, da dies das System weiter befeuert. Eine starke Vereinfachung des Tagesablaufs ist ebenfalls zu empfehlen. 

  • Ernährung als Stabilisator: Um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten, ist regelmäßiges Essen entscheidend. In extremen Fällen sind sehr regelmäßige Zwischenmahlzeiten ("Nebennieren-Snacks") notwendig. Ein Glukosemangel führt sofort zu einer Ausschüttung von Stresshormonen. Während manche Quellen zu einer kohlenhydratarmen Diät raten, kann dies auch zu einer Verschlimmerung führen, da der Mangel die Nebennieren noch mehr anregt. Eine gesunde Balance mit Fokus auf ausreichende Nährstoffe (insbesondere hochwertige Kohlenhydrate) und Elektrolytzufuhr ist zielführender. (weitere Informationen im Artikel über die Leber)

  • Schlaf und Stimulantien: Regelmäßige Schlafenszeiten sollten eingehalten werden. Künstliches Licht und späte Stimulation (Fernsehen, Computer, Handy) hemmen die Melatoninproduktion. Koffeinhaltige Getränke und Nikotin stimulieren die HPA-Achse und sollten zur Entlastung vermieden werden. 

  • Ganzheitliche Vorgangsweise: Die ganzheitliche Regulation zielt darauf ab, die körpereigenen Reparaturmechanismen zu harmonisieren, die HPA-Achse zu stabilisieren und die Nährstoffspeicher aufzufüllen. 

Quellen/Links

1. http://physiologie.cc/

2. Anthony William, Heile deine Leber (2019)

3. Anthony William, Mediale Medizin (2016)

4. Dr. James L. Wilson, Grundlos Erschöpft ?(2011)

5. Isabella Wentz, Hashimoto im Griff (2019)

Bioresonanz Achter

Die ganzheitliche Bioresonanz- und Naturheilpraxis Achter in 1040 Wien setzt sich zum Ziel, die Regulationsfähigkeit im Energiesystem wiederherzustellen. Die Testungen erfolgen mittels Bioresonanz und Dunkelfeldmikroskopie. 

Öffentliche Anfahrt

U1 Taubstummengasse - Ausgang Mayerhofgasse

1er, 62er, Badner Bahn- Station Mayerhofgasse

Bei Praxis Natur Heilung läuten
Im Haus geradeaus rechts, in den 1. Stock und durch den Hof durchgehen. Dann rechts. 

Logo der Bioresonanzpraxis Sebastian Achter. Man sieht einen Baum mit einer Frequenz

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Sebastian Achter​

Bioresonanz Achter

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