
Schilddrüsenstörungen ganzheitlich betrachtet
Überfunktion - Unterfunktion - Entzündung
Die Inhalte dieses Beitrags dienen lediglich zur Information und Aufklärung und stellen keine therapeutische Empfehlung oder eine Diagnose dar. Änderungen einer Therapie sind mit dem behandelnden Arzt oder Therapeuten zu besprechen. Viele der genannten Symptome können auf ernste Erkrankungen hindeuten und bedürfen der Untersuchung durch einen Arzt oder Psychotherapeuten. Eine humanenergetische Anwendung ersetzt keinesfalls die medizinische Diagnose und Behandlung.
Schilddrüsenstörungen nehmen weiter zu
Schilddrüsenerkrankungen häufen sich in der Bevölkerung und wie bei vielen chronischen Erkrankungen sind Frauen überproportional vertreten. Die verschiedenen Schilddrüsenerkrankungen gelten aus wissenschaftlicher Sicht als sehr gut erforscht. Dennoch finden sich Betroffene mit diffusen und sehr einschränkenden Symptomenkomplexen konfrontiert und es herrscht große Unklarheit darüber, inwieweit eine bestehende Schilddrüsenstörung ursächlich für diese Symptome ist. Oft treten Schilddrüsenfunktionsstörungen nicht isoliert von anderen Beschwerden auf, sondern im Zusammenhang mit Magen-Darmproblemen, Störungen im Nervensystem und als Folge von unerkannten bakteriellen, viralen - und Toxinbelastungen. Vor allem bei Autoimmunerkrankungen haben wir es mit einer Störung zu tun, die weit über ein einzelnes Organ hinausgeht und auf eine tiefergehende Störung im gesamten Organismus hinweist. Schilddrüsenstörungen können daher aus naturheilkundlicher Sicht nur als Symptom einer zugrunde liegenden Störung betrachtet werden, die oft jahrelang unerkannt und unbehandelt geblieben ist.
Das Organ Schilddrüse
Die Schilddrüse ist ein sehr kleines, aber trotz ihres Gewichtes von etwa 25 Gramm ein außerordentlich wichtiges Organ in unserem Körper. Von der Form her hat sie Ähnlichkeiten mit einem Schmetterling und hat ihren Sitz am vorderen Hals unterhalb des Kehlkopfes, bestehend aus zwei seitlichen Lappen und einem Mittelteil (Isthmus) . In ihrem Gewebe produziert sie mithilfe des Elements Jod die Schilddrüsenhormone T3 und T4, welche sie unter Einfluss des Hypophysenhormons TSH (Schilddrüsenstimulierendes Hormon) an das Blut abgibt.
Die Schilddrüsenhormone T3 und T4 sind maßgeblich für den Grundumsatz und die Regulierung der meisten Stoffwechselvorgänge im Körper verantwortlich:
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Regulation des Stoffwechsels und des Zellstoffwechsels
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Sauerstoffaufnahme in den Zellen
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Steuerung des Wärme- und Energiehaushaltes
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Körpertemperatur
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Wasserhaushalt
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Regulation des Fett- und Kohlenhydratstoffwechsels
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Regulation der Eiweißsynthese
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Einfluss auf die Insulinfreisetzung, den Blutzuckerspielgel und die Rückresorption von Glukose
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Beteiligung beim Abbau von Cholesterin
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Freisetzung des Wachstumshormons
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Reaktion auf und Kompensation von Stressphasen
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Entwicklung des zentralen Nervensystems und der Intelligenz
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Beteiligung an Skelettreifung und Genitalausbildung bei Kindern
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Steuerung von Herzfrequenz und Herzschlag
Bildung und Freisetzung von Schilddrüsenhormonen
In den Follikeln der Schilddrüse werden Triiodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) gebildet. Dieser Prozess findet an einem großen Eiweißmolekül namens Thyreoglobulin statt. Das dafür benötigte Jod wird mit der Nahrung aufgenommen und aktiv in die Schilddrüsenzellen transportiert.
Im Follikelinneren katalysiert das Enzym Thyreoperoxidase (TPO) die Jodierung von Tyrosin-Bausteinen des Thyreoglobulins. Durch die Verknüpfung der jodierten Tyrosine entstehen die Hormone T3 und T4. Die Schilddrüse speichert die gebildeten Hormone, die bei Bedarf in den Blutkreislauf freigesetzt werden.
Transport im Blutkreislauf und Umwandlung in der Peripherie
Im Blut sind T3 und T4 größtenteils an Transportproteine wie das thyroxinbindende Globulin (TGB) gebunden, was ihre Stabilität und Verteilung im Körper sichert. Nur ein kleiner, nicht gebundener Anteil (freies T4 und freies T3) ist biologisch aktiv. Während die Schilddrüse hauptsächlich T4 produziert (etwa 80-90% der Gesamtproduktion), entsteht der größte Teil des aktiven T3 (etwa 80%) außerhalb der Schilddrüse. Das geschieht vor allem in Organen wie der Leber und den Nieren. Dort wird ein Jodatom vom T4-Molekül abgespalten, wodurch das biologisch wirksamere T3 entsteht. DIeser als Dejodierung bezeichnete Vorgang ist entscheidend für die AKtivierung der Hormone
Das benötigte Jod wird über die Nahrung aufgenommen. T3 und T4 werden im Verhältnis 1:10 in das Blut aufgenommen, wo sie an die Serumeiweiße thyroxinbindendes Globulin und Albumin gebunden sind. Während T4 ausschließlich in der Schilddrüse gebildet wird, entsteht T3 zu 80% durch die Konversion in den peripheren Organen, das vierte Jodatom wird von T4 gespalten. Diese Dejodisation findet in der Leber statt, weswegen Leberfunktionsstörungen zu Veränderungen der Schilddrüse führen können. Wie wichtig die Funktion der Leber ist, erfährst du in diesem Artikel. (Link)
Bedeutung der Leber für die Schilddrüsenfunktion
Die Leber spielt eine zentrale Rolle bei der Umwandlung von T4 in das aktive T3. Daher können schwere Leberfunktionsstörungen auch die Schilddrüsenhormonspiegel beeinflussen. Da T3 die stoffwechselaktivste Form der Hormone ist, kann eine gestörte Umwandlung weitreichende Auswirkung auf den gesamten Organismus machen.
Es ist möglich, dass eine überlastete Leber und ein geschwächtes Immunsystem der Ursprung von vielen Schilddrüsenerkrankungen ist und dazu führt, dass bestimmte Erreger die Schilddrüse angreifen.
Schilddrüsenhormone sind tiefgreifend synergistisch und antagonistisch mit den anderen Hormonen, Neurotransmittern und Neuropeptiden verwoben. Für einen harmonischen und kraftvollen Körper und eine ausgeglichene Psyche ist es notwendig, dass die Schilddrüse genau die richtige Menge an Schilddrüsenhormonen produziert, die gerade benötigt werden.
Werden zu wenig oder zu viel Schilddrüsenhormone produziert, kommen Körper und Psyche aus der Balance, was sich in vielen unterschiedlichen Symptomen bemerkbar machen kann.
Störfaktoren der Schilddrüsenfunktion
Primäre Belastungen der Schilddrüse
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Negativer Stress
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Elektrosmog
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Radioaktivität
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Bestrahlungen
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Bestimmte Medikamente
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Fluoride (Fluorid ist Jod-Antagonist)
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Umwelttoxine
- Pestizide (z.B. Glyphosat, DDT)
- Schwermetalle (z.B Quecksilber, Blei)
- Chlorierte Kohlenwasserstoffe (PCB, Benzpyren etc.)
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Putzmittel
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Schaderreger
- Parasiten
- Bakterien
- Viren
Mittels bioenergetischen Testmethoden wie der Bioresonanz können viele dieser Belastungen, die auf das Energiesystem des Körpers EInfluss haben und das Immunsystem nachhaltig schwächen, getestet werden. Die Erregerbelastungen durch Parasiten, Bakterien und Viren liegen meist nur unterschwellig vor, so dass sie im Regelfall auf konventionelle Weise nicht diagnostiziert werden können.
Sekundäre Belastungen der Schilddrüse
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Irritiertes Hals-Chakra (Die Schilddrüse ist die Hormondrüse des Hals-Chakras)
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Entgiftungsstau der Schilddrüse über die Tonsilla Tubaria durch Überlastung des Dickdarms
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Indirekte Belastung von Eiweißfäulnistoxinen von Zahn-Kieferherden bei Stauung der Tonsilla Tubaria
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Autoimmunreaktionen auf der Schilddrüse (mit oder ohne Antikörpernachweis, Hashimoto-Thyreoiditis, Morbus Basedow)
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Vergrößerungen der Schilddrüse
- Schilddrüsenwucherungen
- Struma
- Kropf
- Knoten
- Zysten
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Irritationen des Magenmeridians (Der Magen ist sehr stressanfällig) - Reizmagen, Saurer Magen, Einnahme von PP-Hemmern
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Tumor
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Nährstoffmangel
Schilddrüsenfunktion und Blutwerte
Der Großteil der Schilddrüsenhormone T3 und T4 ist an Transportproteine gebunden und daher inaktiv. Nur die ungebundenen, also "freien" Hormone - freies T3 (fT3) und freies T4 (fT4) - sind biologisch aktiv und können die Körperzellen beeinflussen. fT3 ist das primär wirksame Hormon, während fT4 als seine Vorstufe dient. Aus diesem Grund ist die Messung von fT3 und fT4 entscheidend. Allerdings sind diese Werte allein nicht ausreichend. Auch das Hormon TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) ist unerlässlich. TSH wird von der Hypophyse ausgeschüttet und regt die Schilddrüse an, Hormone zu produzieren.
Schilddrüsenfehlfunktionen und Blutbilder
Drei gängige Konstellationen
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Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
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Blutwerte: TSH ist erhöht, fT3 und fT4 sind niedrig
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Hinweis auf eine klare Schilddrüsenunterfunktion, die oft durch Autoimmunerkrankungen wie die Hashimoto-Thyreoiditis verursacht wird
2. Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose, z.B. Morbus Basedow)
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Blutwerte: TSH ist niedrig, fT3 und fT4 sind erhöht
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Hinweis auf eine Überfunktion der Schilddrüse. Häufigste Ursache ist die Autoimmunerkrankung Morbus Basedow, bei der das Immunsystem Antikörper produziert, welche die Schilddrüse überstimulieren.
3. Subklinische Hypothyreose
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Blutwerte: TSH ist erhöht, fT3 und fT4 liegen noch im Normalbereich
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Es liegt noch keine klassische Unterfunktion vor, aber die Schilddrüse muss bereits stark stimuliert werden, um die Hormonwerte aufrechtzuerhalten. Dies kann ein Vorzeichen für eine zukünftige Unterfunktion sein.
Reverse T3 (rT3) und das Niedrig-T3-Syndrom
Reverse T3 (rT3) ist ein biologisch inaktives Stoffwechselprodukt von T4. Es entsteht, wenn die Umwandlung von T4 in das aktive T3 gestört ist. Bei einer solchen Konversionsstörung wird vermehrt rT3 gebildet. Das ist wichtig, weil rT3 die T3-Rezeptoren blockieren kann, da seine Molekularstruktur der von T3 sehr ähnlich ist.
Ein erhöhter rT3-Wert kann erklären, warum bei einigen Patienten trotz normaler T4-Werte ein Mangel an aktivem T3 vorliegt und eine alleinige T4-Hormontherapie unwirksam bleibt.
Das Niedrig-T3-Syndrom tritt bei Menschen mit eigentlich gesunder Schilddrüsenfunktion auf, die jedoch an "nicht-schilddrüsenbedingten Erkrankungen" leiden. Dazu gehören chronische Zustände wie
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Leberzirrhose
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Diabetes Mellitus
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Adipositas
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Neurodegenerative Erkrankungen
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Chronische Infektionen und Entzündungen
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Erschöpfungszustände (z.B. chronische Müdigkeit)
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Fibromyalgie
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Mitochondriale Dysfunktion
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Anhaltender physischer oder emotionaler Stress
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Cortisolüberschuss
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Belastung durch Schadstoffe wie Schwermetalle oder Pestizide
Auch längeres Fasten mit Kohlenhydratentzug oder bestimmte Medikamente können die T4-T3- Konversion hemmen. Das Niedrig-T3-Syndrom geht oft mit einer verminderten Körpertemperatur einher, auch bekannt als "Wilson's Temperature Syndrome"
Manchmal können Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion auch mit einer Östrogendominanz zusammenhängen. Östrogen kann die Wirksamkeit von T3 und T4 verringern. Als Reaktion darauf erhöht der Körper die TSH-Produktion, um die verminderte Wirksamkeit auszugleichen. Östrogendominanz kann auf eine gestörte Leberfunktion hindeuten, weswegen diesem Organ große Beachtung geschenkt werden sollte. Eine sanfte Entgiftung der Leber ist angezeigt. Die Einnahme von Yamswurzel und der Verzehr von Süßkartoffeln können zusätzlich helfen, den Östrogenspiegel zu stabilisieren.
Schilddrüsenentzündung (Thyreoiditis)
Eine Schilddrüsenentzündung kann in den folgenden Verlaufsformen bestehen und kann die Schilddrüse nur partiell oder gesamt betreffen.
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Akute Thyreoiditis (eitrig/nicht eitrig)
Diese Form der Schilddrüsenentzündung tritt plötzlich auf und ist oft mit Schmerzen verbunden.
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durch bakterielle Infektion (Streptokokken, Staphylokokken, Pneumokokken und Escherichia coli)
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durch virale Infektion
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durch Strahlen verursacht
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durch Traumata (Verletzungen) verursacht
2. Subakute Thyreoiditis
Diese Form der Entzündung entwickelt sich langsamer und tritt häufig nach einer Vireninfektion auf. Sie wird als postinfektiöse Erkrankung betrachtet.
3. Chronische Thyreoiditis
Hier handelt es sich um eine langfristige Entzündung der Schilddrüse. Die zwei häufigsten Formen sind
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Lymphozytäre Autoimmunthyreoiditis (Hashimoto-Thyreoiditus)
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Chronisch-infektiöse Thyreoiditis: Wird durch eine andauernde bakterielle oder virale Infektion hervorgerufen. Bekannte Erreger sind z.B. Streptokokken, das Epstein-Barr-Virus, HHV 6 oder Coxsackie-Viren.
Hashimoto Thyreoiditis
Die Hauptursache für eine Schilddrüsenunterfunktion ist die sogenannte Schilddrüsenentzündung "Hashimoto Thyreoiditis". Stark vereinfacht ausgedrückt, bedeutet Autoimmunerkrankung, dass das Immunsystem durch einen (noch) nicht bekannten Grund die Schilddrüse angreift, was zu einer Verkleinerung oder Zerstörung der Schilddrüsenzellen führt.
Das Problem ist nicht die Schilddrüse an sich, sondern das Immunsystem. Würde man die Ursache des gestörten Immunsystems finden, könnte man die Erkrankung ursächlich behandeln.
Die Autoimmuntheorie lautet folgendermaßen:
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Die Zellen der Schilddrüse werden durch einen Auslöser wie Jod, Fluor, eine Virusinfektion, Barrierestörung des Darms oder anderen Faktoren geschädigt.
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Die absterbenden Zellen senden ein Stresssignal aus
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Die Immunzellen wollen die Schilddrüse vor den Angreifern "retten". Stattdessen greifen die Immunzellen aber die Schilddrüsenzellen an, welche immer weiter geschädigt werden.
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Der Körper verfügt nicht mehr über genügend Ressourcen, um die Schilddrüse zu regenerieren.
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Die Schilddrüse bildet nicht mehr genug Schilddrüsenhormone
Umkehr des Autoimmunprozesses?
Bislang ging man davon aus, dass der Autoimmunprozess sich verselbständigt, er also ohne weitere Auslöser von außen weiterläuft und irreversibel ist. Kritiker behaupten nun, dass sehr wohl ständig wiederkehrende Auslöser notwendig sind, um den Prozess weiterlaufen zu lassen. Das bedeutet, dass man den Autoimmunprozess stoppen könnte, wenn die Auslöser beseitigt würden.
IgG-Antikörper haben eine Halbwertszeit von 21-28 Tagen. Sie binden an Antigene von Erregern wie Viren oder Bakterien und markieren diese zur Zerstörung durch andere Immunzellen. Sie brauchen ein Antigen, um weiter gebildet zu werden. Wird das Antigen entfernt, verschwinden auch die Antikörper in einem Zeitraum von neun bis zwölf Monaten.
Symptome zu Beginn einer Schilddrüsenerkrankung
Besonders zu Beginn einer Schilddrüsenerkrankung sind die Symptome nicht immer eindeutig, sie überschneiden sich bei den unterschiedlichen Krankheitsbildern sehr häufig. Eine Unterfunktion kann in eine Überfunktion umgehen und umgekehrt. Ob es sich um einen Morbus basedow oder eine Hashimoto-Thyreoiditis handelt, ist zu Beginn nicht immer eindeutig. In vielen Fällen sind sogar die Laborparameter unauffällig und Störungen lassen sich nur beim Ultraschall erkennen, wobei auch hier die Abgrenzung schwierig sein kann. Die Kombination aus Blutuntersuchung und Ultraschall liefert in den meisten Fällen eine verlässliche Diagnose.
Die Symptome einer Schilddrüsenstörung äußern sich bei vielen Betroffenen anfangs sehr subtil:
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Müdigkeit
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Gefühlsschwankungen
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Aggressionen
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Hektik ohne erkennbare Ursache, Unfähigkeit zur Entspannung
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Lustlosigkeit
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Schlaflosigkeit
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Kalte Hände und Füße
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Gewichtsveränderungen
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Schwitzen
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Haarausfall etc.
Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
Die Schilddrüsenunterfunktion wird durch ein Defizit an Schilddrüsenhormonen im Körper definiert.
Folgende Formen der Hypothyreose werden unterschieden:
1. Mikronährstoffmangel (Jod, Selen)
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Jod ist zentraler Baustein für T3 und T4
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Selen wird für Enzyme benötigt, die an der Umwandlung des inaktiven T4 in das aktive T3 beteiligt sind
2. Autoimmune Form (Hashimoto Thyreoiditis)
3. Sekundäre Hypothyreose
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Störung der Hypophyse im Gehirn, bei der die TSH-Produktion gestört ist
4. Tertiäre Hypothyreose
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Störung des Hypothalamus im Gehirn, bei der die TRH- Produktion (Thyrotropin-Releasing-Hormon) gestört ist.
Hypothyreose kann verschiedene Ursachen haben, z.B.:
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Hashimoto Thyreoiditis, eine chronische Entzündung der Schilddrüse
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Behandlung mit radioaktivem Jod, Strahlenschäden, Arzneimittelvergiftung, Tumore
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Schilddrüsenentfernung
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Unzureichende Jodversorgung (Kropfbildung - die Schilddrüse versucht, den Jodmangel durch Kropfbildung auszugleichen)
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Enzymdefekte mit Jodverarbeitungsstörung
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Erkrankungen der Hypophyse, die die Schilddrüsenfunktion reguliert
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Erkrankung am Hypothalamus, der die Funktion der Hypophyse reguliert. Sowohl Serotoninmangel als auch Dopaminmangel können die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen, da sie den Hypothalamus stören und die Kommunikation zwischen Gehirn und Schilddrüse verschlechtern.
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Nebennierenschwäche - Cortisol hemmt die periphere Umwandlung von T4 in T3. Gleichzeitig fördert es die Bildung von reversem T3.
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Chronische Infektionen, Schimmelpilze, Umweltgifte, Nährstoffmängel
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Leberstörungen, Störungen der Darmflora (als Folge von Leberstörung, Infektionen, Umweltgiften oder Medikamenten)
Symptome der Schilddrüsenunterfunktion
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Verlangsamter Stoffwechsel
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Erhöhter Cholesterinspiegel, Gewichtszunahme
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Hypoglykämie
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Müdigkeit, Trägheit, Antriebsschwäche
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Struma (Kropf)
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Haarausfall
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Konzentrationsstörungen, langsame Sprechweise, Vergesslichkeit
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Verstopfung, Darmträgheit
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Steife Muskeln und Gelenke
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Verminderte Körpertemperatur
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Hypotonie, Bradykardie, schwacher Puls
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Erhöhter Kalziumspiegel
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Hämoglobinmangel
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Kälteempfindlichkeit
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Trockene, fahlgelbe Haut
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Kurzatmigkeit, Beklemmung
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Libidoverlust, Fruchtbarkeitsstörungen
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Hormonelle Dysfunktionen
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Durchblutungsstörungen
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Wasseransammlungen
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Depressive Verstimmungen
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Langsame Reflexe
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Störungen des Knochenstoffwechsels
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Wachstums- und Entwicklungsverzögerungen
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Starke Menstruation
Symptome der Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
Eine Schilddrüsenüberfunktion ist durch eine erhöhte Schilddrüsenhormonwirkung definiert, meistens werden auch Antikörper gefunden. Die Hyperaktivität der Schilddrüse kann von vielen Krankheiten verursacht werden, am häufigsten ist der Morbus Basedow.
Der Angriff auf die Schilddrüse führt zu einer erhöhten Aktivität, ohne dass das Gehirn sie dazu anregt.
Folgende Formen der Hyperthyreose werden unterschieden:
1. Immunogen
Häufigste Ursache ist der Morbus Basedow, bei der das Immunsystem Antikörper produziert, die den TSH-Rezeptor auf der Schilddrüse stimulieren.
2. Nicht Immunogen
Funktionelle Autonomie - Teile des Schilddrüsengewebes (in Form von Knoten oder Adenomen) produzieren unabhängig von den Bedürfnissen des Körpers Schilddrüsenhormone.
3. Störung der Hypophyse
4. Hyperthyreosis factitia
Überdosierung von zu vielen Schilddrüsenhormonen
Folgende Ursachen einer Hyperthyreose sind bekannt oder werden vermutet
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Hyperthyreosis factitia: Einnahme von Schilddrüsenhormontabletten
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Morbus Basedow: Man nimmt einen Autoimmunprozess an, bei dem der Körper Antikörper gegen die TSH-Rezeptoren der Schilddrüse bildet
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Heiße Schilddrüsenknoten
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Gutartiger Tumor der Schilddrüse (Toxisches Adenom)
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Thyreoiditis (Hashimoto): Aufgrund einer (Virus-)Infektion oder eines Autoimmunprozesses entsteht eine Entzündung des Schilddrüsengewebes. Nach einer kurzen Phase der Schilddrüsenüberfunktion führt die Entzündung zu einer Unterfunktion.
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Adenom in der Hypophyse: Ein gutartiger Tumor in der Hypophyse
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Leberbelastung: In diesem Fall treten oft Kopfschmerzen mit Hitzewallungen und Sehstörungen sowie Druck- und Spannungsgefühl im Leberbereich auf. Die Leber ist der Ort des Hormonabbaus und damit für das hormonelle Gleichgewicht von großer Bedeutung
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Chronische Sorgen, Ängste, Aufregung wie Mobbing, Schocks
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Fokalinfekte, Kehlkopfentzündung
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Zahnherde
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Störungen der Hypophyse
Symptome der Schilddrüsenüberfunktion
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Wärme- Intoleranz: Durch die schnelle Verbrennung wird mehr Wärme frei
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Starke Schweißabsonderung
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Tachykardie (schneller Herzschlag)
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Ständiges Gefühl des Getriebenseins, Gehetztheit, Unruhe und Nervosität - Viele Betroffene sind äußerlich ruhig, stehen aber innerlich unter Strom. Sie sind ungeduldig, schreckhaft und ihre Gedanken schweifen ständig ab
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Durchfall oder häufige Stuhlentleerung
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Müdigkeit, Kraft- und Antriebslosigkeit
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Osteoporose
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Struma (Kropf) - Vergrößerung der Schilddrüse (bei Morbus Basedow)
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Erhöhter Blutzuckerspiegel
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Atemnot, Kurzatmigkeit
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Herzklopfen, Herzstolpern, zusätzliche Herzschläge (Extrasystolen)
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Gewichtsverlust (trotz normaler Nahrungsaufnahme)
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Muskuläre Hyperaktivität und Zittern
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Muskelschwäche - Die Muskeln werden durch den vermehrten Abbau von Eiweiß dünner und schwächer
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Augenbeschwerden (Schielen, Veränderung der Sehschärfe, hervortretende AUgen, Verschwommen- und Doppelbilder- sehen)
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Unregelmäßiger Menstruationszyklus
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Haarausfall
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Dünne Haut
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Schlaflosigkeit
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Osteoporose, Kalziummobilisation aus den Knochen
Viele dieser Symptome können auf andere Krankheiten hindeuten. Es gibt kein definitives Einzelsymptom der Schilddrüsenüberfunktion.
Viren als Auslöser von Autoimmunerkrankungen und Schilddrüsenstörungen?
Das Epstein-Barr-Virus (Humanes Herpesvirus 4) steht neben anderen Viren aus der Familie der Herpesviren seit längerem in Verdacht, an der Entstehung von chronischen Erkrankungen beteiligt zu sein. Man geht derzeit von etwa 60 Unterarten des EBV aus, wovon nur die wenigsten gut erforscht sind.
Weitere Informationen findest du im Artikel über "Viren und chronische Erkrankungen".
Die Jod Debatte - Zwischen Mangel und Überfluss
Die Rolle von Jod in der menschlichen Gesundheit ist ein komplexes Thema, das immer wieder diskutiert wird, vor allem in Bezug auf Schilddrüsenstörungen. Es ist unbestritten, dass Jod ein essenzielles Spurenelement ist, das für die Produktion der Schilddrüsenhormone unerlässlich ist. Ein schwerer Jodmangel führt zu einer Schilddrüsenunterfunktion und kann eine sichtbare Vergrößerung der Schilddrüse, den sogenannten Kropf, verursachen. In extremen Fällen, insbesondere in der Schwangerschaft, kann ein schwerer Mangel sogar zu neurologischen Schäden bei Neugeborenen führen.
Während Jodmangel eindeutige Folgen hat, hat die flächendeckende Jodierung von Speisesalz scheinbar zu einer neuen Herausforderung geführt: Einigen Studien zufolge stieg die Häufigkeit von Hashimoto-Thyreoiditis in der Bevölkerung an, nachdem Jodsalz eingeführt wurde. Dieser Anstieg legte die Vermutung nahe, dass eine übermäßige Jodzufuhr bei vorbelasteten Personen als Auslöser wirken könnte:
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Wolff-Chaikoff-Effekt: Ein interessanter Schutzmechanismus des Körpers. Bei einer hohen Jodzufuhr drosselt die Schilddrüse vorübergehend ihre Hormonproduktion, um eine Überfunktion zu verhindern. Dieser Effekt ist eine normale physiologische Reaktion und hat nichts mit einer Autoimmunerkrankung zu tun. Bei manchen Menschen ist dieser Mechanismus jedoch gestört, was zu Problemen führen kann.
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Studie zu Kaliumjodid: Eine Untersuchung in Deutschland zeigte, dass bei Personen, die Bereits Antikörper (TPO-AK) im Blut oder eine echoarme Schilddrüsenstruktur im Ultraschall aufwiesen, die Einnahme von Kaliumjodid zu messbaren Veränderungen im Schilddrüsengewebe führte, während dies in einer gesunden Kontrollgruppe nicht der Fall war. Dies deutet darauf hin, dass eine Jodgabe bei bereits bestehenden Schilddrüsenproblemen eine Reaktion auslösen kann. Andererseits bedeutet dies auch, dass eine höhere Jodzufuhr bei gesunden keine negativen Reaktionen hervorruft.
Die Kontroverse um die Jodaufnahme
Wie ist es zu erklären, dass mit Jodierung des Speisesalzes die Jodmangelerscheinungen und die Kropfbildung zwar sank, die Hashimoto-Rate aber zunahm? Für gesunde Menschen ohne entsprechende Schilddrüsenstörungen gehen höhere Jodmengen in der Regel nicht mit Symptomen einher. Zudem muss man bedenken, dass die Jodaufnahme je nach Ernährung und regionaler Lage sehr unterschiedlich ist, was exzessive Jodzufuhr als alleinigen Auslöser für Schilddrüsenstörungen sehr unwahrscheinlich macht.
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Der "Japan-Faktor": Japaner nehmen traditionell sehr viel Jod über Meeresalgen auf. Obwohl die Hashimoto-Fälle in Japan ähnlich häufig sind wie in den USA, gibt es in Japan eine höhere Inzidenz von Basedow-Krankheit und Jod-induzierter Hyperthyreose. Gleichzeitig sind die Schilddrüsenkrebserkrankungen im Vergleich zu westlichen Ländern seltener, was auch eine schützende Wirkung von Jod hindeuten könnte. Das Zusammenspiel zwischen Jod und anderen Umweltfaktoren ist also komplex.
Eine alternative Hypothese: Jod als Heilmittel?
Eine alternative Wirkungsweise von Jod auf die Schilddrüse findet man in den Büchern von A.Willam. Die spannende Theorie besagt, dass die Schilddrüsenentzündung die Folge einer chronischen, latenten Infektion ist. Wenn Jod in das bereits infizierte Gewebe gelangt, tötet es die Erreger ab, was eine starke Immunreaktion und Entzündung auslösen kann. Dies könnte den Eindruck einer heftigen Autoimmunreaktion erwecken. Diese Theorie würde erklären, warum gesunde Menschen keine negativen Symptome bei hoher Jodzufuhr verspüren, während bereits vorerkrankte Personen empfindlich reagieren. Ob nun die Autoimmuntheorie oder die Infektionstheorie stimmt: Wenn eine fortgeschrittene Schilddrüsenentzündung besteht, sollte die Jodzufuhr daher sehr behutsam und langsam erfolgen und immer in Absprache mit dem Arzt.
Jod im Organismus
Jod ist nicht nur für die Schilddrüse von Bedeutung. Auch andere Organe nehmen Jod auf, weil sie dieses dringend benötigen. Jodmangel kann Symptome hervorrufen, die weit über Schilddrüsenprobleme hinausgehen. Eine ausreichende Versorgung ist wichtig für:
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Magen-Darm-Trakt
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Eierstöcke
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Prostata
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Teile des Gehirns
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Speicheldrüsen
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Brustdrüsen
Eine ausreichende Jodversorgung muss nicht zwingend über Nahrungsergänzungsmittel erfolgen. Natürliche Jodquellen wie Algen (Lappentang, Braunalgen, Blasentang), Spirulina, Blattgemüse und Sprossen können einen Jodmangel wirksam beheben. Wichtiger Hinweis: Bei Shcilddrüsenproblemen sollten Sie Jod-Ergänzungen und deren Dosierung immer mit Ihrem Arzt besprechen.
Gesunde Ernährung bei Schilddrüsenfunktionsstörungen
Bei Schilddrüsenproblemen ist eine hochwertige Ernährung (möglichst biologisch) besonders wichtig. Wir empfehlen, auch bei den meisten anderen gesundheitlichen Störungen, die folgenden Nahrungsmittel wegzulassen und durch gesündere Alternativen zu ersetzen:
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Kuh-Milchprodukte
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Zucker
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Gluten
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Schweinefleisch
Austestung von Unverträglichkeiten mittels Bioresonanz in der Naturpraxis.
Quellen und Links
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Izabella Wentz, Dr. Marta Nowosadzka: Hashimoto im Griff – Endlich beschwerdefrei mit der richtigen Behandlung
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Heile deine Schilddrüse: Anthony William
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https://www.zentrum-der-gesundheit.de/artikel/schilddruese-hashimoto/schilddruesenunterfunktion
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https://www.paracelsus.de/magazin/ausgabe/201701/jod-grosse-verwirrung-um-ein-altes-heilmittel
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https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3916377/ – Gram-positive and gram-negative bacterial toxins in sepsis
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I.M.U. College for Holistic Health – https://therapeutisches-haus.de/das-college/
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HP Angelika von Frankenberg: Die Schilddrüse – Das kleine Organ mit den großen Aufgaben
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Dr. Kirkamm
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Ever.ch – Dr. med. Jürg Eichhorn
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HP Björn Kreidler – Balance / Dysbalance – Die Schilddrüse und ihr Einfluss auf Körper-Geist-Seele
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Michael Martin (Hrsg) – Labormedizin in der Naturheilkunde

